18. November 2022

Konflikte entschärfen, sachlich diskutieren

Kommunikationsworkshop für ein erfolgreiches Miteinander

Wie umgehen mit schwierigen Gesprächspartnern? Beim Workshop gibt es Tipps! Foto: T.Ayoub/NABU
Wie umgehen mit schwierigen Gesprächspartnern? Beim Workshop gibt es Tipps! Foto: T.Ayoub/NABU

"Kommunikativer Umgang mit Konfliktsituationen zur Förderung einer naturverträglichen Energiewende"

Dieser spannende Workshop soll helfen Spannungen zu reduzieren und zeigen, wie man mit ein paar wenigen Mitteln konfliktreiche Gespräche zielführend maneuvrieren kann. Acht Teilnehmende aus Ehrenamt und Hauptamt, NABU und BUND haben mitgemacht.

 

Habe ich verstanden, was du sagst?

In dem 5-stündigen Seminar erläuterten Umweltpsychologe Dr. Franz Ecker und Mediator Michael Harder von SmardGrids BW wie "klassische" Konfliktsituationen entstehen, welche Muster der menschlichen Psyche dahinter stecken und wie wir uns Techniken der Kommunikation zu Nutze machen können, um Standpunkte erfolgreich zu vermitteln.

Manche Gesprächsthemen sind besonders "explosiv".

So etwa die Umsetzung der Energiewende. Auch auf regionaler Ebene kommt das Thema in die Fläche: Geplante Windparks oder Freiflächen-Photovoltaik (PV)-Anlagen sollen an vielen Stellen im Land errichtet werden. Wo, wieviel, wie hoch, wie sinnvoll? Das wird häufig bei Infoveranstaltungen, im Gemeinderat und zwischen Akteuren verschiedener Interessensgruppen diskutiert.

 


Die Energiewende - einen Austausch wert

Um die Klimasituation zu entschärfen müssen wir energietechnisch umsatteln. Der Umstieg auf Erneuebare Energien hat uns als ehrenamtliche und hauptamtliche Naturschützende in den letzten Jahren auf Trapp gehalten. Endlich bewegt sich etwas. Endlich geht es voran. Es wird nicht kompromissfrei funktionieren, wir müssen an einem Strang ziehen. Auch auf Naturschutzseite sind Kompromisslösungen notwendig. Der Schlüssel lautet naturvertägliche Energiewende.

 

Auf einmal engagieren sich Menschen für den Rotmilan, weil ein Windrad in's Sichtfeld des Wohnzimmerfensters rückt. Und plötzlich wird die Frage gestellt Was wollt ihr denn nun, Naturschutz oder Klimaschutz? Ein Ansatz, der zum Ausholen bewegt und doch sollten wir einen Moment Ruhe bewahren, denn die Prämisse, die darin steckt, ist bereits falsch. Jetzt heißt es aufklären, gemeinsame Standpunkte identifizieren und dort wo es abweicht in einen konstruktiven Dialog treten, Emotionen mal beiseite.

 

Der richtige Umgang

Dabei wird deutlich: Die Menschen, die sich hier austauschen, sind mit Herzblut bei der Sache. Dieses Engagement zeigt sich zumeist im Umgang miteinander. Es wird argumentiert, es wird überzeugt. Oder oftmals versucht. Um hier einen kühlen Kopf zu bewahren und Gesprächssituationen zu üben, haben NABU und BUND in der verganenen Woche einen "Kommunikationsworkshop" angeboten.

 

 

Umweltpsychologe Dr. Franz Ecker erläutert worauf es bei einem erfolgreichen Miteinander ankommt. Foto: L.Bonifer/NABU
Umweltpsychologe Dr. Franz Ecker erläutert worauf es bei einem erfolgreichen Miteinander ankommt. Foto: L.Bonifer/NABU

Das Angebot wurde im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zur Energiewende des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergnentwickelt. Ziele und Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit dem Dialogforum Energiewende und Naturschutz von NABU und BUND Baden-Württembergerarbeitet.


Mehr zum Thema "Naturvertägliche Energiwende" gibt es auf der Webseite des Dialogforum Energiewende und Naturschutz.

Programm: Kommunikations-Workshop Energiewende

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18112022_UWMI_Einladung_WS_Dialogforum.p
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Eindrücke vom Workshop